Angedacht

Liebe Gemeinde,

die Sommerzeit ist in unserer Gemeinde und in unserem Umfeld immer eine Zeit des Umbruchs, oft gehen liebgewordene Freunde aus Schule und Arbeit zurück oder weiter an ihren nächsten Ort. Diesmal fällt die Veränderung in der Gemeinde besonders auf, da auch die Pfarrfamilie ausgezogen und die Vakanzvertretung erst ab Oktober gesichert ist. Während meiner Urlaubstage in den Bergen habe ich häufiger an einen Ausflug in meiner Konfirmandenzeit zurückgedacht. Unser Pfarrer ging mit uns auf eine Brücke und bat uns, uns so ans Geländer zu stellen, dass wir das Wasser auf uns zuströmen sehen. Wir sollten es in uns aufnehmen, eine Art Meditation, bewusstes Atmen, alles, was das Wasser mitbrachte, aufnehmen, spüren, erfahren. Einige Minuten lang, für uns Jugendliche damals zunächst gar nicht so einfach. Und dann: Umdrehen und das Wasser von uns wegströmen sehen, Loslassen, uns auch frei fühlen, uns Öffnen für Neues. Eine Erfahrung, die mir im Gedächtnis geblieben ist und die ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder aufgefrischt habe, aber selten so intensiv und bewusst wie diesen Sommer. Ich wünsche uns allen, dass wir viele positive Dinge in den letzten acht Jahren aufgenommen haben, jetzt aber auch in der Lage sind, zu geben, selbst anzupacken und frei zu sein für das Neue das kommen wird, denn der Fluss strömt weiter...

Eure Sandra Tritz

 

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